Die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 wurden am 26. Februar 2026 veröffentlicht.
Geschäftsjahr 2025 (FY 2025)

Ein anspruchsvolles Marktumfeld mit einem Rückgang der Stromproduktion (teilweise wetterbedingt), einem schwächerem Trading-Umfeld und die Stilllegung des Kernkraftwerks Gösgen (Schweiz) führten zu folgender Entwicklung: Der Gesamtumsatz sank um 13% auf CHF 5,749 Milliarden. Die Entwicklung des Nettoumsatzes zeigte in die gleiche Richtung und verzeichnete einen Verlust von 7% auf CHF 5,92 Milliarden.
Die Liquidität nahm um 4% auf CHF 1,749 Milliarden zu.
Das EBITDA brach um 41% auf CHF 572,5 Millionen ein und die EBITDA-Marge rutschte auch 9,7% (-540 bps) ab. Die beiden Sparten Assets und Origination wiesen positive Erträge aus, jedoch waren Erlöse um ein Drittel oder um die Hälfte weniger als noch das Jahr zuvor. Das Segment Trading wies Verluste mit einem negativen Ergebnis aus.
Der Reingewinn verringerte sich um 79% auf CHF 197 Millionen.
Der Gewinn pro Aktie belief sich auf CHF 6,05 (-78%).
Der operative Cash-Flow betrug CHF 490 (-52%).
Am Ende des Geschäftsjahres waren 1.417 Mitarbeitende (+5%) angestellt.
Strategische Ausrichtung
Morgane Trieu Cuot übernimmt interimsweise die Leiterung des Geschäftsbereichs Trading.
Die Wachstumsstrategie wurde konsequent und mit klaren Fokus auf Flexibilität und Modernisierung des bestehenden Portfolios fortgesetzt. Es wurden folgende Investments getätigt:
- Batteriespeicheranlagen mit unterschiedlich großen Batteriespeichersystemen (BESS) in Finnland, Frankreich, Spanien und Ungarn. Ingesamt hat Alpiq ein >760 MW gesichertes BESS-Portfolio.
- Modernisierung der Wasserkraftanlage Mottec (Schweiz) und Überholung des Wasserkraftwerks von Bieudron (Schweiz)
- Effizienzsteigerung der Gas-Kombi-Kraftwerke in San Severo (Italien) und Plana del Vent (Spanien)
- Neubau eines neues Kraftwerks in Budapest (Ungarn)
- Investition in das Pumpspeicherkraftwerk »Navaleo« (Spanien), das erste große Wasserkraftprojekt außerhalb der Schweiz
Des Weiteren wurden die Investitionen in grünen Wasserstoff (P2X Solutions) intensiviert.
Die Origination-Aktivitäten wurden durch den Ausbau der Präsenz in Kernmärkten und in neue europäische Geschäftsmöglichkeiten gestärkt, mit Fokus auf strukturierte Energieprodukte, Flexibilitätslösungen wie Batteriespeicher und PPAs (Stromabnahmeverträge). Wichtige Initiativen umfassen neue Stromabnahmeverträge, Tolling-Modelle für Batteriespeicher sowie digitale Plattformen für Intraday-Preise und Handel.
Am Ziel von Investitionen von CHF 1 Milliarde in den kommenden Jahren hält Alpiq fest.
Ausblick
Die meisten langfristigen Energiepositionen bis 2026 sind bereits abgesichert.
Die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Gösgen ist für den 21. März 2026 geplant. Mit einem negativen Einfluß auf das Jahresergebnis 2026 wird gerechnet.
Im Bereich des Flexibilitätsportfolios wird weiterhin Wachstum erwartet, einerseits durch die verschiedenen Batterieprojekte in Europa, andererseits durch Investitionen in Wasserkraft.
Der vorstehende Artikel ist eine stark verkürzte Analyse des Halbjahresberichts von Alpiq.
Die infogralis AG bietet natürlich auch detailliertere Analysen zur wirtschaftlichen Lage und Strategie Ihrer Wettbewerber an. Falls Sie oder Ihr Unternehmen einen tieferen Einblick zu diesem oder anderen Markteilnehmern wünschen, kontaktieren Sie uns unter info@nullinfogral.is.
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- Die Unternehmenspräsentation der infogralis AG stellt Ihnen unsere Dienstleistungen vor.
- In einem Artikel in der Maschinenbau Revue haben wir unsere Methodik genauer erläutert.
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Link zum Geschäftsbericht von Alpiq: