Festo plant deutlichen Personalabbau in Deutschland

Der Automatisierungsspezialist Festo, ein Familienunternehmen mit Sitz in Esslingen am Neckar (Deutschland), hat Anfang Mai 2026 bekannt gegeben, in Deutschland rund 1.300 Stellen abbauen zu wollen. Das Unternehmen beschäftigte Ende 2025 rund 20.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa 8.200 in Deutschland.

Hintergründe

Als Gründe nennt das Unternehmen tiefgreifende Veränderungen in den Märkten, zunehmenden Wettbewerb aus Asien sowie geopolitische Krisen. Angesichts der verschärften Marktbedingungen setzt Festo auf ein globales Transformationsprogramm zur Steigerung von Wachstum und Effizienz.

Im letzten Geschäftsjahr 2025 sank der Umsatz um 4% auf ca. EUR 3,33 Milliarden, der dritte Rückgang in Folge. Im Geschäftsjahr 2022 hatte Festo noch einen Umsatz von EUR 3,81 Milliarden erwirtschaftet.

Geplante Umsetzung

Weltweit möchte Festo jährlich rund EUR 200 Millionen einsparen. Ein Stellenabbau soll nicht nur in Deutschland stattfinden sondern auch im Ausland. Die Schließung von Standorten in Deutschland wurde ducrh den Vorstand ausgeschlossen.

Der Stellenabbau soll soweit möglich sozialverträglich umgesetzt werden. Geplant sind Maßnahmen, die auf Einvernehmlichkeit basieren oder rentennahe Mitarbeitende ansprechen. Betriebsbedingte Kündigungen sind eine Option, sollen jedoch möglichst vermieden werden.

Fazit

Der Fall Festo steht exemplarisch für den anhaltenden Strukturwandel im deutschen Maschinenbau. Globaler Wettbewerbsdruck, schwache Konjunktur und geopolitische Unsicherheiten zwingen auch etablierte Mittelständler zu grundlegenden Restrukturierungsmassnahmen mit spürbaren Folgen für die Beschäftigten und die jeweiligen Wirtschaftsregionen.