Siemens – Quartalsbericht Q1 2026: Mit Digital Industries und Smart Infrastructure auf Wachstumskurs

Der Quartalsbericht für das erste Quartal 2026 wurde am 12. Februar 2026 veröffentlicht.

Erstes Quartal 2026 (Q1 2026)

Die Gesamterträge wuchsen um 4% auf EUR 19,139 Milliarden (organisch: +8%) an. Die Umsatzerlöse für des industrielle Geschäft nahmen um 5% auf EUR 18,635 Milliarden (organisch: +8%) zu. Das Wachstum beruhte auf einer breiten Basis mit zweistelligen Steigerungsraten bei Digital Industries und Smart Infrastructure. Künstliche Intelligenz (KI), Wachstumsmärkte wie Data Center waren wichtige Wachstumsmotoren für diese exzellente Performance der Geschäftsbereiche. Die positive Entwicklung bei Mobility wurde durch das Schienenfahrzeug- und vom Kundenservicegeschäft bestimmt. Siemens Healthineers erreichte nicht das Vorjahresniveau wegen dem schwächelnden Diagnostics-Geschäft bedingt durch eine strukturelle Veränderung des Marktumfelds in China.

Die Annual Accuring Revenue (ARR) stiegen organisch um 10% auf EUR 5,3 Milliarden durch besonders starkes Wachstum in PLM und Simulation.

Regional verbuchten Americas und Europe, CIS, Africa, Middle East einen Anstieg. Asia, Australia und China erreichte nicht das Vorjahresniveau.

Der Auftragseingang vermehrte sich um 7% auf EUR 21,371 Milliarden (organisch: +10%) mit einer beträchtlichen Zunahme bei Smart Infrastructure und Digital Industries sowie einem deutlichen Zuwachs bei Mobility. Siemens Healthineers verzeichnete einen Rückgang aufgrund der hohen Vergleichsbasis.

Regional überzeugten alle Territorien mit positiven Entwicklungen; besonders hervorzuheben sind Deutschland und USA mit zweistelligen Wachstumsraten.

Der Auftragsbestand belief sich auf EUR 120 Milliarden.

Das Book-to-Bill-Verhältnis betrug sich auf 1,12.

Der operative Gewinn des industriellen Geschäfts erhöhte sich um 15% auf EUR 2,904 Milliarden zu. Die Gewinnmarge stieg auf 15,6% (+140 bps). Die guten Entwicklungen bei Smart Infrastructure und Digital Industries, insbesondere im Automatisierungsgeschäft, leisteten ihren Beitrag zu dieser sehr guten Sitauation. Das Ergebnis bei Siemens Healthineers ist durch gestiegene Handelszölle und negative Währungseffekte beeinflußt.

Der Gewinn pro Aktie war EUR 2,60 (-45%).

Der Free Cash Flow erreichte EUR 677 Milliarden (-57%) an.

Strategische Ausrichtung

Siemens kündigt mit dem »ONE Tech Company-Programm« die nächste Phase des Wachstums an, erhöht die mittelfristige Umsatzzielspanne auf 6% – 9%, will das Digitalgeschäft bis zum Jahr 2030 verdoppeln und EUR 1 Milliarde in KI-Skalierung investieren, während gleichzeitig die Dividendenausschüttung und Aktienrückkäufe bekräftigt werden.

Veronika Bienert wird zum 1. April 2026 die Nachfolge von Prof. Dr. Ralf P. Thomas als CFO der Siemens AG antreten. Peter Koerte übernimmt ab 1. Juli 2026 die bisher von Matthias Rebellius geleitete Division Smart Infrastructure.

Mit der geplanten Entkonsolidierung von Siemens Healthineers plant Siemens eine vereinfachtere Struktur und fokussiert sich verstärkt auf Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz.

Vanderlande (Niederlande) hat nun nach der erfolgreichen Übernahme des Siemens Logistics in den USA die weltweite Übernahme des Logistikgeschäfts von Siemens abgeschlossen, welche in 2025 mit der Übernahme des Geschäfts in Europa, Asien und dem Nahen Osten begann.

Die Kooperation mit GlobalFoundries, GF (USA) konzentriert sich auf den Einsatz von KI-gestützter Fertigung zur Stärkung der globalen Halbleiterversorgung sowie auf breitere Anwendungen für künstliche Intelligenz, Robotik und Konnektivität.

Die Partnerschaft mit Capgemini (Frankreich) wird um die gemeinsame Entwicklung von KI-nativer digitaler Fertigungslösungen ausgebaut.

Das Ziel der neuen globalen Partnerschaft mit Delta Taipeh, Delta (Taiwan) ist die Bereitstellung von vorgefertigten, modularen Lösungen zur Stromversorgung für Rechenzentren von Hyperscaler- und Colocation-Kunden.

Die Kooperation mit Samsung C&T Corporation, Engineering & Construction Group, Samsung C&T (Südkorea) fokussiert sich auf Infrastrukturprojekte der Zukunft. Start hierfür sind Infrastrukturprojekte in Saudi-Arabien, Thailand und Kanada.

Mit der SBB (Schweiz) wurde ein langfristiger Rahmenvertrag (10-Jahresvertrag mit drei Optionen auf Vertragsverlängerung von je fünf Jahren sowie 25 Jahre Wartung und Support) zur Digitalisierung der Schweizer Stellwerke unterzeichnet.

Ausblick


In einem weltweit, sich stabilisierenden konjunkturellen Umfeld passte Siemens für das Geschäftsjahr 2026 Ziele leicht an:

  • ein organisches Umsatzwachstum zwischen +6% und +8%,
  • ein Book-to-bill-Ratio größer 1 und
  • einen Gewinn pro Aktie zwischen EUR 10,70 bis EUR 11,10

Für die Divisionen ergeben sich daraus die folgenden Ziele für das Geschäftsjahr 2026:

DivisionUmsatzwachstum
(auf vgl. Basis)
EBITA-Magin
Digital Industries5% bis 10%15% bis 19%
Smart Infrastructure6% bis 9%18% bis 19%
Mobility8% bis 10%8% bis 10%

Der vorstehende Artikel ist eine stark verkürzte Analyse des Quartalsberichts von Siemens.

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