Schneider Electric – Quartalsbericht Q4 2025: Wachstum durch Digitalisierung und Elektrifizierung

Der Quartalsbericht für das vierte Quartal 2025 wurde am 26. Februar 2026 veröffentlicht.

Geschäftsjahr 2025 (FY 2025)

Der Zuwachs der Umsatzerlöse um 5% auf EUR 40,152 Millionen (organisch: +9%) beruhte auf der exzellente Entwicklung bei Energy Management. Industrial Automation hielt seine Umsatzerträge stabil.

Regional stach North America mit einem zweistelligen Wachstum im Vergleich zu den beiden anderen positiv sich entwickelnden Territorien Western Europa und Asia Pacific heraus. Rest of World blieb knapp unter dem Vorjahresniveau.

Der Anteil von Digital Flywheel am Gesamtumsatz stieg auf 62% (+500 bps) und ist damit auf einem guten Weg, das Ziel >70% bis 2030 zu erreichen. Alle vier Elemente leisteten einen starken Beitrag zum Wachstum, insbesondere Connectable Products.

Software & Service erreichte einen Umsatzanteil von 19%, welcher bis 2030 auf 25% ausgebaut werden soll.

Die ARR stiegen auf 79% (+200 bps), angeführt von AVEVA.

Der Auftragsbestand erhöhte sich um 18% auf EUR 25,362 Millionen. Beide Divisionen trugen mit ihrer Entwicklung bei, wobei der Schwerpunkt bei Energy Management mit einem Anteil von 83% lag. Regional war der deutlichste Anstieg aufgrund der erhöhten Nachfrage im Markt für Data Center in Nordamerika zu verzeichnen.

Das bereinigte EBITA wuchs um 6% auf EUR 7,52 Millionen. Die dazugehörige EBITA-Marge nahm marginal auf 18,7% (+20 bps) zu.

Der bereinigte Gewinn pro Aktie belief sich auf EUR 8,59 (+3%).

Der Free Cash Flow stieg auf EUR 4,635 Millionen (+10%).

Viertes Quartal 2025 (Q4 2025)

Der Umsatz nahm um 4% auf EUR 11,095 Millionen (organisch: +11%) zu. Beide Divisionen (Energy Management und Industrial Automation) trugen zu dieser Entwicklung mit ähnlichen Steigerungsraten bei.

Die Bereiche zeigten folgende Entwicklung:

  • Products (47% des Umsatzes): Organisches Wachstum von 4% resultierend aus mittleren einstelliger Steigerung bei Energy Management mit gutem Wachstum bei Stromverteilung in zahlreichen Endmärkten. Industrial Automation wies ein ebenfalls mittleres einstelliges Wachstum bei den Umsatzerlösen aufgrund einer guten Performance in allen Regionen und vielen Produktkategorien.
  • Systems (34% des Umsatzes): Organisches Wachstum von 19% mit starker zweistelliger Steigerungsrate bei Energy Management mit dem Beitrag von allen Endmärkten, insbesondere bei Data Centern. Der Umsatz bei Industrial Automation wuchs im zweistelligen Bereich. Die Märkte für diskrete Automatisierung verzeichneten ein starkes Wachstum bei Verpackungsindustrie, Infrastruktur und Industrie. Die Märkte für Prozess- und Hybridautomatisierung blieben aufgrund der schwachen Nachfrage zu Beginn des Jahres nahezu unverändert.
  • Software & Service (19% des Umsatzes): Organisches Wachstum von 10%, wobei die Umsatzerlöse bei Software and Digital Services organisch um 13% und Field Services organisch um 8% zunahmen.
    • Agnostische Software:
      • AVEVA: ARR wuchsen um 12% durch starkes Upselling von SaaS-Angeboten und der Abarbeitung des Auftragsbestands. Zu den Segmenten, die zum Wachstum beitrugen, gehörten Food & Beverage, Energy & Chemicals, Transportation, Power & Grid
      • Energy Management: Mittleres einstelliges Umsatzwachstum
        • ETAP: Starke Leistung durch das eCAD-Angebot mit einem starken Wachstum bei mehrjährigen On-premise-Mietverträgen und Serviceumsätzen.
        • RIB Software: Starkes Wachstum durch Subskriptionseinnahmen. Im Bereich SaaS war die Entwicklung durch die fortgesetzten Umstellung von unbefristeten Lizenzen auf Abonnements durch den Zeitpunkt der Verlängerungen beeinträchtigt.
    • Digitale Angebote: Zweistelliges organisches Wachstum mit guten Entwicklungen bei EcoStruxure Advisors, digitalen Angebote für Netzbetreiber und Cybersecurity-Lösungen.

Regional überzeugten abermals North America und Western Europe mit einem guten Plus bei den Umsatzerlösen. Asia Pacific und Rest of World konnten das Vorjahresniveau wiederholt nicht erreichen.

Strategische Ausrichtung

Nathan Fast wird ab 6. April 2026 neuer CFO von Schneider Electric.

Schneider Electric hat »SE Advisory Services« vorgestellt, eine neue, global Beratungsmarke, die Unternehmen dabei unterstützt, komplexe Herausforderungen bei Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und technologischer Transformation zu meistern.

Die Übernahme von Wattbuy (USA), ein Softwareunternehmen, das personalisierte Energieanalysen und Elektrifizierungslösungen für Privatkunden anbietet, stärkt die Smart-Home-Strategie in den USA

Schneider Electric untermauert seine Indien-Strategie mit der Übernahme der verbleibenden Anteile (35%) am bestehenden Joint Venture Schneider Electric India Private Limited, »SEIPL« von Temasek (Singapur) für EUR 5,5 Milliarden. Diese Transaktion bekräftigt die strategische Ausrichtung von Indien als attraktiver Wachstumsmarkt sowie als wichtigsten Zentrum im Rahmen der Multi-Hub-Strategie.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2026 setzt sich Schneider Electric folgende ambitionierte Ziele:

  • Organisches Umsatzwachstum zwischen +7% und +10% und
  • Bereinigtes organisches EBITA-Wachstum zwischen +10% und +15% und eine bereinigte EBITA-Marge zwischen 19,1% und 19,4% (organisch +50 bps bis +80 bps).

Der vorstehende Artikel ist eine stark verkürzte Analyse des Quartalsberichts von Schneider Electric.

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