Phoenix Contact – Jahresbericht 2021: Exzellente Umsatzsteigerung trotz beträchtlicher Probleme bei der Materialversorgung

Der Jahresbericht 2021 wurde am 22. November 2021 veröffentlicht.

Geschäftsjahr 2021 (FY 2021)

Geprägt durch die Herausforderungen aufgrund der Covid-19-Pandemie sowie der angespannten Lage auf den Rohstoffmärkten und den damit verbundenen Lieferengpässen auf der Beschaffungsseite wird eine Umsatzsteigerung von ca. 25% bei einem Umsatz von EUR 2,95 Milliarden erwartet. Alle Geschäftsbereiche und Regionen (Deutschland, Europa, Americas und Asien) halfen zu diesem ausgezeichneten Ergebnis mit einem Wachstum überall über 20% bei.

Ende des Geschäftsjahres werden fast 20.000 Mitarbeiter (+17%) weltweit angestellt sein.

Trotz der immer noch all gegenwärtigen Corona-Situation wurde mit ca. EUR 180 Millionen deutlich in Strukturen und Innovationen investiert. Schwerpunkte dabei waren:

  • Weiterentwicklung des Standorts in Blomberg (Deutschland): Energieeffizientes Gebäude für den Maschinenbau und neues Gebäude für den Geschäftsbereich Leiterplattenanschlusstechnik,
  • Weiterentwicklung der Standorte in China,
  • Ausbau der Produktionskapazitäten von Phoenix Contact E-Mobility in Polen und
  • Neuer Standort im größten Technologiepark Europas in Russland.

Außerdem wurden mehr als 10% des Investitionsvolumens in immaterielles Anlagenvermögen investiert. Dieser Anteil wird im Geschäftsjahr 2022, resultierend aus der zunehmenden Digitalisierung, auf mehr als 25% gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 wachsen. Ähnliche Steigerungsraten werden aus heutiger Sicht für die Zukunft prognostiziert.

Die Teilnahme an der Messe SPS 2021 hat Phoenix Contact aufgrund der aktuellen Covid-19-Pandemiesituation bereits vor der finalen Absage der Messeorganisation abgesagt. Die Highlights wurden in einem virtuellen DialogSpace präsentiert:

  • Weiterentwicklung des PLCnext Technology Ecosystems: Erweiterungsmodule für Performance, Redundanz, KI, Safety und Edge
  • Neuaufgesetzte und optimierte Austauschplattform der PLCnext Community
  • Verbesserte Funktionalitäten im PLCnext Store
  • TÜV-Zertifizierung nach IEC 62443 (Security by Design) für die Steuerungen der PLCnext Control AXC-Familie
  • Ethernet-Switches der Produktfamilie FL Switch 1000NT für raue Umgebungen
  • Neue Generation des I/O-Systems Axioline E für schaltschranklose Automatisierung
  • Neue AC-Ladekabel mit Temperatursensorik bis 80A

Strategische Ausrichtung

Mit Yaskawa (Japan), ein Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnik, Robotern und Frequenzumrichtern, wurde eine Partnerschaft zur Nutzung der PLCnext Technology bei der Entwicklung von Maschinen- und Steuerungsplattformen der nächsten Generation unter der Nutzung des i3-Mechatronics-Lösungskonzepts von Yaskawa eingegangen.

Das Thema Nachhaltigkeit war und ist Herausforderung und Wachstumstreiber gleichermaßen: In Deutschland ist Phoenix Contact bereits seit Anfang des Geschäftsjahres 2021 CO2-neutral, in Europa seit Juli 2021. Der Fokus im nächsten Schritt liegt auf der Lieferkette mit dem Ziel des Erreichens einer CO2-Neutralität im Jahr 2030. Die Chance als Wachstumstreiber besteht darin, dass alle Bereiche des Lebens elektrifiziert, vernetzt und automatisiert werden. Zur Ausrichtung des gesamten Produkt- und Leistungsangebots auf dieses Ziel wurde “All Electric Society” ins Leben gerufen, wobei hier Technologien in den Dimensionen “Elektrifizieren, Vernetzen und Automatisieren” angeboten werden sollen.

Die Kernfunktionalitäten des EMMA-Energiemanagements werden im Geschäftsjahr 2022 weiterentwickelt und mit Funktionalitäten zur Ermittlung des CO2-Fußabdrucks entlang der Wertschöpfungskette ausgebaut.

In der Geschäftsstrategie 2030 ist der Geschäftsbereich New Business ein zentraler Bestandteil, welcher gestärkt wurde und auf welchem künftig ein noch stärkerer Fokus liegt:

  • Fortschritt beim Aufbau des Corporate Start-ups MORXY Industry: Nutzung der offenen und modularen MORYX-Plattform für Angebote in der Produktion von Consumer Electronics und in der Fertigung von Batteriezellen.
  • Investment von Phoenix Contact Innovation Ventures in Hightech Start-up SIGA (Israel), ein Entwickler von OT– und Cyber-Security-Lösungen für industrielle Anwendungen und kritische Infrastrukturanwendunge.
  • Vertiefung der Zusammenarbeit mit aedifion GmbH (Deutschland), ein Entwickler von Tools für cloud-basierte Verarbeitung von Betriebsdaten aus Gebäudeautomatisierungssystemen, im neuen Technology Hub.

Die Entwicklung von Phoenix Contact E-Mobility schritt trotz der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 diversen Marktherausforderungen mit einem Außenumsatz von mehr als EUR 100 Millionen voran. Für die Zukunft wird, auch durch die Inbetriebnahme des neues Produktionswerks in Polen, weiterhin ein kräftiges Wachstum erwartet. Zur Stärkung der Aktivitäten im Bereich Elektromobilität trat Phoenix Contact E-Mobility dem Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) bei.

In der Anfang des Geschäftsjahres 2020 gegründeten Phoenix Contact Smart Business GmbH, wo das Geschäft von Smart Services und Cloud-Technologie gebündelt wurden, werden im Geschäftsjahr 2022 neue Service-Dienstleistungen im Umfeld der Elektromobilität und des Energiemanagements angeboten.

Ausblick

Informationen zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 wurden nicht veröffentlicht.


Der vorstehende Artikel ist eine Analyse des Jahresberichts von Phoenix Contact.

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Link zum Geschäftsbericht von Phoenix Contact:

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