Romande Energie – Halbjahresbericht H1 2026: Sanierungsboom bei Building Solutions, solide Basis bei Grids und Energy

Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 wurde am 3. September 2026 veröffentlicht.

Halbjahresbericht 2026 (H1 2026)

Der Umsatz stieg um 5% auf CHF 407 Millionen, getragen von einer breiten Erholung über alle Geschäftsbereiche im vorwiegend westschweizerischen Kerngeschäft, ergänzt durch Erzeugungsaktivitäten der Energy-Division in Frankreich. Am kräftigsten wuchs Building Solutions dank starker Nachfrage nach energetischen Sanierungslösungen, gefolgt von Markets, Grids und Energy.

Die im Vorjahr eingeleitete Neuorganisation in die vier Geschäftsbereiche Grids, Markets, Energy und Building Solutions ist seit 1. Juli 2025 vollständig etabliert; das Fernwärmegeschäft wechselte von Romande Energie Services zu Energy, die Ladeinfrastruktur von Markets zu Building Solutions.

Die Investitionen sanken um 8% auf CHF 83 Millionen und wurden vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert. Der Schwerpunkt lag mit CHF 40 Millionen auf der Netzmodernisierung bei Grids sowie mit CHF 30 Millionen auf Erzeugungsanlagen und dem Ausbau der Fernwärmenetze bei Energy.

Das EBITDA legte um 37% auf CHF 98 Millionen zu, die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 24% (+600 bps).

Das EBIT verdoppelte sich auf CHF 46 Millionen, die EBIT-Marge stieg auf 11% (+500 bps). Grids blieb der wichtigste Ergebnistreiber, trotz sinkender regulatorisch zulässiger Kapitalrendite. Energy erzielte die höchste Marge, während Building Solutions bei kräftigem Volumenwachstum erst knapp die Gewinnschwelle erreichte.

Der Gewinn pro Aktie belief sich auf CHF 1,81 (+20%).

Der operative Cash Flow verdoppelte sich auf CHF 109 Millionen.

Die Belegschaft wuchs um 3% auf 1.507 Mitarbeitende

Strategische Ausrichtung

Romande Energie investierte über ihre Venture-Einheit erstmals ausserhalb der Schweiz, in das Bau-Robotik-Startup Hyperion Robotics (Finnland), das sich auf die Herstellung CO₂-armer Infrastrukturkomponenten spezialisiert hat. Ziel dieser Investition ist Dekarbonisierung und Modernisierung der Energieinfrastruktur zu beschleunigen.

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien erweiterte Romande Energie sein Portfolio:

  • Eine Mehrheitsbeteiligung am Fernwärmenetz ThermorésÔ (Schweiz, Gland) stärkt das Wärmegeschäft.
  • Die Windkraftanlage Les Muids (Frankreich) befindet sich im Bau.
  • Eröffnung der ersten Agri-PV-Anlage von Romande Energie in Lovatens (Schweiz, Vaud).
  • Für die Kleinwasserkraftanlage in Champéry (Schweiz, Wallis) liegt die Baubewilligung vor.
  • Übernahme des Windparks Les Useroles (Frankreich) mit acht Anlagen und einer Jahresproduktion von 42 GWh.

Langfristig wird mit der »Vision 2040« das klare Ziel angestrebt, die Westschweiz zur ersten klimaneutralen Region des Landes zu machen.

Ausblick

Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet Romande Energie saisonal bedingt ein schwächeres Ergebnis, da Wasserkraft- und Wärmeerträge witterungsabhängig bleiben.

Eine konkrete Jahresguidance zu Umsatz, Gewinn oder Gewinn pro Aktie gibt das Unternehmen nicht; vorbehaltlich geopolitischer und makroökonomischer Schocks zeigt sich das Management aber zuversichtlich.

Bestätigt wurde das Mittelfristziel eines bereinigten EBITDA von CHF 170 bis 190 Millionen bis 2030 bei jährlichen Investitionen von CHF 160 bis 200 Millionen.


Der vorstehende Artikel ist eine stark verkürzte Analyse des Halbjahresberichts von Romande Energie.

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