Der Quartalsbericht für das zweite Quartal 2026 wurde am 13. Mai 2026 veröffentlicht.
Zweites Quartal 2026 (Q2 2026)
Der Geamtumsatz von Siemens blieb stabil bei EUR 19,756 Milliarde (organisch: +6%). Die Umsatzerlöse für des industrielle Geschäft verbesserten sich geringfügig um 1% auf EUR 19,271 Milliarden (organisch: +6%) zu
Treiber waren Digital Industries (Softwaregeschäft mit Zuwachs +18%) und Smart Infrastructure (zweistelliger Zunahme im Electrification-Geschäft). Mobility und Siemens Healthineers blieben hinter dem Vorjahresniveau zurück.
Regional verbesserte lediglich Europe, CIS, Africa, Middle East mit Deutschland seine Umsatzerlöse. Alle anderen Territorien (Americas und Asia, Australia) erreichten knapp nicht das Vorjahresniveau.
Der Auftragseingang stieg kräftig um 11% auf EUR 24,114 Milliarden (organisch: +18%) mit außergewöhnlich guten Entwicklungen bei Mobility (Aufträge für Züge in Dänemark, Frankreich und die USA), Smart Infrastructure (Elektrifizierung und elektrischen Produkten mit Grossaufträgen von Rechenzentrums- und Halbleiterkunden vorwiegend in den USA) und Digital Industries.
Regional lieferten Europe, CIS, Africa, Middle East und Americas exzellente Ergebnisse mit, währenddessen der Auftragseingang in Asia, Australia inkl. China einen Rückgang auswies.
Der Auftragsbestand erreichte EUR 124 Milliarden.
Das Book-to-Bill-Verhältnis war sich auf 1,22.
Der operative Gewinn des industriellen Geschäfts reduzierte sich um 8% auf EUR 2,969 Milliarden zu. Die Gewinnmarge reduzierte sich auf 15,4% (-150 bps). Operativ überzeugte Digital Industries mit einem Zuwachs um 35% auf EUR 857 Millionen und Marge von 18,5% (+370 bps), trotz Integrationskosten für Altair und Dotmatics.
Der Gewinn pro Aktie betrug EUR 2,60 (-9%).
Der Free Cash Flow belief sich auf EUR 1,716 Milliarden (+71%) an.
Siemens kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu EUR 6 Milliarden mit bis zu fünfjähriger Laufzeit an, Startdatum ist 1. Juli 2026.
Strategische Ausrichtung
Veronika Bienert übernahm zum 1. April 2026 die Nachfolge von Prof. Dr. Ralf P. Thomas als CFO der Siemens AG antreten. Peter Koerte übernimmt ab 1. Juli 2026 die bisher von Matthias Rebellius geleitete Division Smart Infrastructure.
Siemens Infrastructure erweitert sein Partnernetzwerk für Rechenzentren mit einer strategischen Investition in Emerald AI (USA), um die Lücke zwischen Nachfrage nach KI-Rechenleistung und Netzbeschränkungen durch IT/OT-Konvergenz zu schließen. Die Kooperation wird um die Integration von Batteriespeicherlösungen von Fluence Energy Inc., Fluence (USA) sowie die Einbindung kollaborativer, physikbasierter KI-Modellierung mit PhysicsX (Großbritannien) ergänzt.
Zur Erreichung einer standardisierten Infrastruktur für die Stromverteilung in Rechenzentren wurde eine Partnerschaft mit Rittal (Deutschland) geschlossen. Dabei sollen zukunftssichere und nachhaltige Lösungen für eine effizientere Energieverteilung in Rechenzentren entwickelt werden.
Canopus AI (Frankreich), ein Anbieter rechner- und KI-gestützter Messtechniklösungen für die Halbleiterindustrie, wurde übernommen und erweitert Siemens EDA-Softwareportfolio um rechnergestützte Messtechnik und Inspektionen.
Die strategischen Partnerschaft mit NVIDIA (USA) wird ausgeweitet, um gemeinsam ein „Betriebssystem für industrielle Künstliche Intelligenz“ (Industrial AI Operating System) zu entwickeln.
In die Produktionsstandorte in den USA (North and South Carolina) werden EUR 140 Millionen für den Ausbau von Produkten und Lösungen für die KI-Infrastruktur investiert.
Siemens baut für über EUR 200 Millionen Euro eine neue Zukunftsfabrik in Amberg für Smart Infrastructure bis 2030.
Ausblick
In einem weltweit, sich stabilisierenden konjunkturellen Umfeld passte Siemens für das Geschäftsjahr 2026 Ziele leicht an:
- ein organisches Umsatzwachstum zwischen +6% und +8%,
- ein Book-to-bill-Ratio größer 1 und
- einen Gewinn pro Aktie zwischen EUR 10,70 bis EUR 11,10
Für die Divisionen wurden die Ziele für das Geschäftsjahr 2026 wie folgt angepasst:
| Division | Umsatzwachstum (auf vgl. Basis) | EBITA-Magin |
|---|---|---|
| Digital Industries | 7% bis 10% | 17% bis 19% |
| Smart Infrastructure | 8% bis 10% | 18% bis 19% |
| Mobility | 5% bis 7% | 8% bis 10% |
Der vorstehende Artikel ist eine stark verkürzte Analyse des Quartalsberichts von Siemens.
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